Warum benutz Andrej Verneinungen? Das macht keinen Sinn!

Situation: In der Challenge höre ich öfters: "Mach dir keinen Druck." Und da das Gehirn keine Verneinungen versteht, mach ich mir extra Druck. Weiß Andrej denn überhaupt nicht, dass das Gehirn keine Verneinungen wahrnehmen kann. 

Meine Antwort: Das unserem Gehirn "Verneinungen" komplett unbekannt sind, ist ein weiterverbreitetes Gerücht. Dies stimmt so nicht, wird aber immer noch von vielen Trainern gerne angenommen.

Beispiel: "Kannst du mir bitte, die Dinge an deinem Partner aufzählen, die dir nicht gefallen."
Welche Assoziationen springen dir sofort in den Kopf? Denkst du jetzt nur an die guten Eigenschaften deines Partners? Sicherlich nicht.
Unser Gehirn blendet nur in bestimmten Fällen Verneinungen aus. Dies hat etwas mit unser Sprachentwicklung und Evolution zu tun. Hier gibt es viele Nuancen und Unterscheidungen.
In der Challenge ist alles bewusst gewählt. Sogar das mit dem "Druck". Ich hätte hier auch mit "Entspannung" arbeiten können. Dies wäre aber bei Weitem nicht so effektiv. "Druck" als Gefühl ist hier wie ein Alarmsignal. Wenn der "Druck" auftaucht, dann macht die Übung (z.B. Meditation) nicht viel Sinn. Am besten abbrechen. Durch die Aussage: "Mach dir keinen Druck.", wird der Teilnehmer eingeladen sich selbst zu scannen und während der Meditation "zu lauschen", ob bei ihm/ihr Druck entsteht. So wird eine gute Balance zwischen Fokus und Entspannung gehalten und dadurch schlussendlich die Qualität der Meditation erhöht. 

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